Privatschwimmbecken


Im Allgemeinen wird ein Privatbad nur von Familienangehörigen benutzt, weshalb es weder gesetzlichen Bestimmungen unterliegt, noch der Belastung eines öffentlichen Bades oder eines Hotel-Pools ausgesetzt ist. Das vereinfacht die Wasseraufbereitung. Trotzdem sind Kriterien zu beachten, die häufig unterschätzt werden.


Um was geht es?

Das Wasser soll optisch klar, frei von Mikroorganismen, also hygienisch einwandfrei und angenehm sein. Ziel sollte sein, die Freizeit für Spaß und gesundes Schwimmen und nicht für die Pflege aufwenden zu müssen. Dies alles unter Berücksichtigung der Umweltverträglichkeit, geringem Arbeitsaufwand sowie einwandfreier Wasserqualität auch bei längerer Abwesenheit wie Urlaub.


Welche Schritte machen auf jeden Fall Sinn?
  1. Kontrolle und Einhaltung des pH-Wertes, am besten zwischen 6,8 und 7,5, weil die Wirksamkeit des Oxidationsmittels, des Flockmittels und auch der Kalkausfall (sichtbar durch Wassertrübung, Ablagerungen an Wänden und Boden oder an Filtersandverbackungen) vom pH-Wert beeinflusst wird. Hilfreich ist hier eine automatische Mess- und Regeltechnik.

  2. Maßnahme zum Abbau organischer Belastungsstoffe und Keime, die durch Badende aber auch aus der Umwelt eingetragen werden.

  3. Gegebenenfalls eine Maßnahme zur Algenbekämpfung bei Freibädern.

Chlorfrei, Chlor oder was?

Schwimmen ohne Chlor ist der verständliche Wunsch vieler Schwimmbeckenbesitzer. Realisiert wird dieser bisher meist mit "Aktiv"sauerstoff oder Brom, die jedoch in Oxidationswirkung und Preis mit der weitverbreiteten Chlormethode nicht mithalten können. Auf Chlor kann auch bei Einsatz dieser beiden Wirksubstanzen im Sinne einer einwandfreien Wasserqualität meist nicht gänzlich verzichtet werden.

Chlor wird unterschieden in anorganisch wie Calciumhypochlorit Granulat oder Tabletten, Natriumhypochlorit-Lösung (Chlorbleichlauge) oder "organisch" gebunden (chlorierte Isocyanursäure). Zu beachten ist, dass ein Anstieg der Isocyanursäure die Keimtötungsgeschwindigkeit des Chlors reduziert. Bereits bei einem Gehalt von ca. 20 mg/l sind nur noch ca. 45% freies Chlor vorhanden, was als Ausgleich praktisch die doppelte Menge an Chlorzugabe erfordert. Isocyanursäure reichert sich an und kann nur durch Frischwasser reduziert werden.

Ozon ist eine interessante chlorfreie Variante, die leider zu wenig Beachtung findet. Als Jahrzehnte lang bewährtes, Chemie sparendes und somit umweltfreundliches Verfahren entfernt es organische Belastungsstoffe, die auch Chloramine und THM bilden. Die Erzeugung von Ozon als eines der stärksten Oxidationsmittel erfolgt vor Ort aus der Umgebungsluft und elektrischer Energie. Ozon ist instabil. Da Ozon aus reinem Sauerstoff gebildet wird und zu reinem Sauerstoff zerfällt, verschwindet es ohne Reststoffe, sobald es aufgebraucht ist und kann somit gefahrlos in die Umwelt zurückgeführt werden. Näheres siehe PoolOzongenerator.



Desinfektion durch UV-C Strahlen (Abtötung von Mikroorganismen) stellt derzeit die am stärksten verbreitete physikalische Lösung dar. Sie wird bereits weltweit in privaten, gewerblichen und kommunalen Schwimmbädern eingesetzt, aber auch bei der Trinkwasseraufbereitung, beim Abwasser und beim industriellen Prozesswasser. Das dazu benutzte Spektrum der Niederdruckstrahler liegt bei 254 nm. Weil sich die Wirkung dieses Spektrums jedoch ausschließlich auf Mikroorganismen bezieht, kann auf den zusätzlichen Einsatz eines Oxidationsmittel wie Chlor oder Ozon, nicht verzichtet werden, auch wenn der Abbau von organischen Substanzen und Chloramin versprochen wird! Fragen Sie deshalb bei der Anschaffung nach dem UV-Spektrum! UV im Kreislauf installiert, hat keine Auswirkung auf Inhaltsstoffe im Becken, die nicht zur UV-Anlage transportiert werden. Dies betrifft vor allem Algen, die sich bekannter Weise bevorzugt im Becken an Boden und Wänden festsetzen. Das GreenPoolConcept ist darauf abgestimmt und bietet entsprechende Kombinationsmöglichkeiten, um auch eine Depotwirkung im Becken sicher zu stellen.





Desinfektion und Oxidation mit UV
UV-OX mit Ozon
UV-Perox mit Aktiv-Sauerstoff
UV-Katalyt mit Radikalbildung für noch stärkere Oxidation



UV-OX®: Desinfektion und Oxidation mit UV

Spezielle bispektrale Lampen produzieren UV-Licht mit 254 nm (Desinfektion) und 185 nm Wellenlänge (Ozon) mit nur einer Lampe und schlagen sozusagen "zwei Fliegen mit einer Klappe". Dabei ist gewährleistet, dass kein Restozon in das Schwimmbecken gelangen kann. Im Kreislauf eingebaut, werden neben der stattfindenden Desinfektion durch das gebildete Ozon organische Stoffe wie Sonnencremes, Kosmetika, Urin und Schweiß abgebaut, jedoch keine Depotwirkung im Becken gebildet. Deshalb kann, vor allem bei nicht ausreichender Filtrations- und Durchströmungsleistung auf die zwischenzeitliche Zugabe von Oxidationsmitteln unter Umständen nicht verzichtet werden. Die Einsparung liegt jedoch bei 80-90% gegenüber dem bisherigen Chemikalieneinsatz.


UV-Perox®: mit zusätzlicher Depot-Wirkung

Zur Unterstützung wird als Oxidationsmittel Aktivsauerstoff (bekannt als chlorfreie Methode) anstelle Chlor zudosiert.


UV-Katalyt®: mit Radikalebildung als Depot-Wirkung

Bei diesem patentierten Verfahren werden auf photokatalytischem Weg - ganz ohne Einsatz von Chemie - Radikale gebildet, die eine noch stärkere Oxidationskraft besitzen als Ozon oder Aktivsauerstoff.

Eine ökologische und damit hochinteressante und zukunftsträchtige Aufbereitungsform, ohne Bildung Gesundheit gefährdender Nebenprodukte.