FAQ/Häufige Fragen



Wodurch wird das Wasser belastet?

Durch Badende werden organische Belastungsstoffe wie Haare, Hautteile, Urin, Schweiß, Kosmetika und Bakterien eingetragen. Hinzu kommen bei Freibädern Umwelteinflüsse wie Blütenstaub oder Ruß. Oftmals ist auch das Füllwasser bereits belastet. Ein einzelner Mensch beispielsweise bringt mit jedem Badegang unbewusst 100 Mio. Keime, 300 ml Schweiß, 50 ml Urin (über die Haut) und 4 g organische Stoffe ein, wenn er sich nicht vorher durch duschen gründlich reinigt. Zusätzlich können sich im Filter und in Wasser- führenden Leitungen Biofilme bilden, in denen sich gefährliche, krankheitserregende Bakterien und Legionellen einnisten. Die Folge können nicht nur Trübungen, sondern eine Gefährdung der Gesundheit sein. Legionärskrankheit, Ohrenschmerzen durch Pseudomonas-Keime etc.



Was sind eigentlich UV-Strahlen?

Die Sonne strahlt das Licht in unterschiedlichen Wellenlängen, genannt Nanometer (nm) zur Erde (1 nm = 1/1.000.000.000 m). Einiges ist sichtbares Licht (Farbspektrum), anderes ist für unser Auge unsichtbar. Diese Strahlen unterliegen einer vielfachen Nutzung. So wird beispielsweise das Spektrum von ca. 295 nm (UVB) bis 330 nm (UVA) aufgrund der biopositiven und bräunenden Eigenschaften auf künstlichem Wege in Solarien genutzt. Für die Aufbereitung von Wasser ist nur das UV-Licht mit einer Wellenlänge von 185 bis 340 nm von Bedeutung.



Wie kann ich sicher gehen, dass die UV-Anlage für meine Anforderungen richtig dimensioniert ist?

Maßgebend ist, welches Spektrum in welcher Stärke ausgestrahlt wird und welche mJ-Leistung damit erreicht wird. Nur die Kombination von 185 nm (für die Oxidation durch Ozon) und 254 nm (für die Desinfektion) bringen das gewünschte Ergebnis. Für eine einwandfreie Desinfektion sind nach DVGW-Richtlinie mind. 40 mJ/cm² erforderlich, um eine Abtötung von 99,99% zu erzielen. Geben Sie sich nicht mit weniger zufrieden!



Von was ist die Leistung der UV-Anlage abhängig?

Die Leistung ist von mehreren Faktoren abhängig:
  • von der Umwälzleistung der Filterpumpe: Je schneller das Wasser durchströmt, umso höher muss die Leistung sein, um eine kürzere Einwirkzeit auszugleichen.

  • von der Strahleranordnung: Nachteilig ist die Anordnung des Strahlers in der Mitte des Reaktors in einer Röhre, weil so ein Strahler mit sehr hoher Wattleistung (Strahlerpreis und Stromkosten!) eine größere Schichttiefe durchdringen muss.

  • von der Reflektion: Kunststoff hat keine Reflektion, Edelstahl nur ca. 25%, deshalb ist eine höhere Strahlerleistung bei diesen Materialien erforderlich.

  • von der Dimensionierung der Reaktionskammer: Ist der Durchmesser der Kammer zu gering, kann auch nur ein geringer Förderstrom der Pumpe behandelt werden.
Mehr Informationen hierzu erhalten Sie auch bei Gewerblich/Öffentlich.



Spielt das verwendete Material der UV-Anlage eine Rolle für die Leistung?

Unbedingt. Kunststoff ist die preiswerteste Variante, hat aber keinerlei Reflektion. Edelstahl hat einen Reflektionsgrad von ca. 25%, eloxiertes Aluminium hingegen von 65-75%.



Was passiert, wenn die UV-Dosis infolge falscher Geräteauswahl zu gering ist?

Eine permanente Unterdosierung kann dazu führen, dass Bakterien, Viren und Keime resistent werden und zu wenig oder kein Abbau organischer Belastungsstoffe erfolgt.



Kann die erforderliche UV-Dosierung kontrolliert werden?

Dazu gibt es ausgeklügelte Mess- und Regeltechniken, die eine UV-Überwachung sicher stellen. Gemessen wird die Fließgeschwindigkeit in der Reaktionskammer und daraus die Strahlungsdosis in mJ/cm² berechnet. Geregelt wird die Anlage über die Optimierung der Fließgeschwindigkeit.



Wie bekomme ich ein Depot bzw. eine Desinfektionswirkung im Becken?

UV alleine schafft das nicht, weil die Anlage im Schwimmbad-Kreislauf eingebaut wird. Aller Schmutz und alle Bakterien müssten also zur Anlage gelangen. Deshalb ist für ein Depot im Becken zu sorgen. Entweder mit Chlor (es reichen Stoßchlorungen bei starker Belastung wie Badebetrieb mit Kindern), Aktivsauerstoff (was sehr teuer kommt und einen geringen Wirkstoffgehalt hat) oder die Variante UV-Katalyt nach dem GreenPoolConcept. Siehe auch die Infos zum Privatschwimmbecken.



Welche Filterlaufzeit für den UV-Betrieb ist sinnvoll?

Filterhersteller empfehlen für Privatbäder einen Betrieb von 4 - 6 Stunden täglich. In Frankreich gilt die Formel: 50% des Inhaltes als Betriebszeit. Beispiel: 30 m³-Becken = 15 h von 24 h. Liegt der 50%-Wert des Beckeninhalts über 24 h (ab 48 m³-Becken), dann gilt voller Betrieb, also 24 h!! Eine sehr vernünftige Empfehlung, weil der Filter das Herzstück der Wasseraufbereitung ist u. dadurch Chemie eingespart werden kann.



Wer kann das Gerät installieren?

Die Installation kann von jedem Gas-Wasser-Installateur durchgeführt werden. Praktisch muß ein Stück Rohr in der Länge des Gerätes abgeflext/abgesägt werden. Dann werden passende Anschlusstücke gesetzt und das Gerät eingebaut. Eine Einbauanleitung wird hinzugefügt.



Brennt die UV-Lampe dauerhaft ?

Die Lampe brennt, sobald das Gerät an das Stromnetz angeschlossen wird. Damit die UV-C-Lampe ihre benötigte Leistung erbringen kann, muss sie gekoppelt mit der Umwälzpumpe in Betrieb sein (siehe auch Filterlaufzeit). Aufgrund der geringen Leistungsaufnahme liegt der Stromverbrauch bei 16 Watt pro Jahr bei nur ca. 15 €. Ideal ist die Verdrahtung mit einer Mess- und Regeltechnik und Steuerung über das Redoxpotential, weil dann die Strahler nur bei Bedarf arbeiten. Unsere Anlagen sind dafür ausgelegt.



Ich habe bereits ein UV-Gerät. Kann ich dieses erweitern auf die Produktion von Ozon?

Hierzu können wir Ihnen einen separaten Ozongenerator als Ergänzung anbieten, sodass die Doppelwirkung (Desinfektion und Oxidation) erreicht wird.



Beseitigt UV auch Algen?

UV im Kreislauf installiert, hat keine Auswirkung auf Inhaltsstoffe im Becken, die nicht zur UV-Anlage transportiert werden. Dies betrifft trotz werbeträchtiger Aussagen vor allem Algen, die sich bekannter Weise bevorzugt im Becken an Boden und Wänden festsetzen.