...zum Privatpool

Im Allgemeinen wird ein Privatbad nur von Familienangehörigen benutzt, weshalb es weder gesetzlichen Bestimmungen unterliegt, noch der Belastung eines öffentlichen Bades oder eines Hotel-Pools ausgesetzt ist. Das vereinfacht die Wasseraufbereitung. Trotzdem sind Kriterien zu beachten, die häufig unterschätzt werden.

Um was geht es?
Das Wasser soll optisch klar, frei von Mikroorganismen, also hygienisch einwandfrei und angenehm sein. Ziel sollte sein, die Freizeit für Spaß und gesundes Schwimmen und nicht für die Pflege aufwenden zu müssen. Dies alles unter Berücksichtigung der Umweltverträglichkeit, geringem Arbeitsaufwand sowie einwandfreier Wasserqualität auch bei längerer Abwesenheit wie Urlaub.

Schwimmbecken werden in der Regel mit Trinkwasserqualität gefüllt und das Bestreben ist, diese Qualität zu erhalten. Durch Badende werden jedoch organische Belastungsstoffe wie Haare, Hautteile, Urin, Schweiß, Kosmetika und Bakterien eingetragen. Hinzu kommen bei Freibädern Umwelteinflüsse wie Blütenstaub oder Ruß. Oftmals ist auch das Füllwasser bereits belastet.

(Ein Mensch bringt mit jedem Badegang unbewusst 100 Mio. Keime, 300 ml Schweiß, 50 ml Urin und 4 g organische Stoffe ein, wenn er sich nicht vorher durch duschen gründlich reinigt. Zusätzlich können sich im Filter und in Wasserführenden Leitungen Biofilme bilden, in denen sich gefährliche, Krankheitserregende Bakterien und Legionellen einnisten. Die Folge können nicht nur Trübungen, sondern eine Gefährdung der Gesundheit sein. Legionärskrankheit, Ohrenschmerzen durch pseudomonas-Keime etc.)
Welche Schritte machen auf jeden Fall Sinn?
  1. Kontrolle und Einhaltung des pH-Wertes, am besten zwischen 6,5 und 7,6, weil die Wirksamkeit des Oxidationsmittels, des Flockmittels und auch der Kalkausfall (sichtbar durch Wassertrübung, Ablagerungen an Wänden und Boden oder an Filtersandverbackungen) vom pH-Wert beeinflusst wird. Hilfreich ist hier eine automatische Mess- und Regeltechnik.
  2. Maßnahme zum Abbau organischer Belastungsstoffe und Keime, die durch Badende aber auch aus der Umwelt eingetragen werden.
  3. Gegebenenfalls eine Maßnahme zur Algenbekämpfung bei Freibädern.
Chlorfrei, Chlor
oder was?
Schwimmen ohne Chlor ist der verständliche Wunsch vieler Schwimmbeckenbesitzer. Realisiert wird dieser bisher meist mit "Aktiv"sauerstoff oder Brom, die jedoch in Oxidationswirkung und Preis mit der weitverbreiteten Chlormethode nicht mithalten können. Auf Chlor kann auch bei Einsatz dieser beiden Wirksubstanzen im Sinne einer einwandfreien Wasserqualität meist nicht gänzlich verzichtet werden.

Chlor wird unterschieden in anorganisch wie Calciumhypochlorit Granulat oder Tabletten, Natriumhypochlorit-Lösung (Chlorbleichlauge) oder "organisch" gebunden (chlorierte Isocyanursäure). Zu beachten ist, dass ein Anstieg der Isocyanursäure die Keimtötungsgeschwindigkeit des Chlors reduziert. Bereits bei einem Gehalt von ca. 20 mg/l sind nur noch ca. 45% freies Chlor vorhanden, was als Ausgleich praktisch die doppelte Menge an Chlorzugabe erfordert. Isocyanursäure reichert sich an und kann nur durch Frischwasser reduziert werden.

UV oder Ozon (Ozon darf wegen seiner Giftigkeit nicht in das Becken gelangen), werden im Kreislauf installiert und haben deshalb keine Auswirkung auf Inhaltsstoffe im Becken, die nicht zur Anlage transportiert werden. Dies betrifft vor allem Algen, die sich bekannter Weise bevorzugt im Becken an Boden und Wänden festsetzen. Das GreenPoolConcept ist darauf abgestimmt und bietet entsprechende Kombinationsmöglichkeiten, um auch eine Depotwirkung im Becken sicher zu stellen.

Näheres dazu unter Ionisierung.

IONIZER

Die zuverlässige Alternative zu Chlor und "nur" UV. Geeignet für Schwimmbäder, Brunnenanlagen, Kühltürme und Kühlkreisläufe. Neben der UV-Desinfektion zur Abtötung aller Keime wird die fehlende Depotwirkung in Becken und Kreisläufen ermöglicht. Bei der Ionisierung werden über Elektroden positiv geladene Kupfer-Ionen an das Wasser abgegeben, die als stark oberflächenaktive Biozide wirken. Die Kupfer-Ionen bleiben im Wasser solange erhalten, bis sie natürlich ausflocken bzw. mit Algen und Bakterien eine Bindung eingehen und somit im Filtersystem entfernt werden. Durch diesen Depoteffekt wird mit Hilfe der Ionisierung daher ein langzeitlicher Schutz des Wassers gegen Kontamination mit Algen und bakteriellen Erregern erreicht. Das Risiko einer Überdosierung des Wassers mit Kupfer-Ionen, wird durch eine intelligente Steuerung vermieden, die auf einen Wert von 0,8 mg/l eingestellt ist. Laut TrwVO, wäre ein oberer Grenzwert von 2,0 mg/l zulässig.

...zur UV-Technologie


Was passiert, wenn die UV-Dosis infolge falscher Geräteauswahl zu gering ist?
Eine permanente Unterdosierung kann dazu führen, dass Bakterien, Viren und Keime resistent werden und zu wenig oder kein Abbau organischer Belastungsstoffe erfolgt.
Kann die erforderliche UV-Dosierung kontrolliert werden?
Dazu gibt es ausgeklügelte Mess- und Regeltechniken, die eine UV-Überwachung sicher stellen. Gemessen wird die Fließgeschwindigkeit in der Reaktionskammer und daraus die Strahlungsdosis in mJ/cm² berechnet. Geregelt wird die Anlage über die Optimierung der Fließgeschwindigkeit.
Wie bekomme ich ein Depot bzw. eine Desinfektionswirkung in meinem Pool?
UV alleine schafft das nicht, weil die Anlage im Schwimmbad-Kreislauf eingebaut wird. Aller Schmutz und alle Bakterien müssten also zur Anlage gelangen. Deshalb ist für ein Depot im Becken zu sorgen. Entweder mit Chlor (es reichen Stoßchlorungen bei starker Belastung wie Badebetrieb mit Kindern), Aktivsauerstoff (was sehr teuer kommt und einen geringen Wirkstoffgehalt hat) oder die Variante Ionisierung nach dem GreenPoolConcept. Siehe auch die Infos zum Privatpool.
Welche Filterlaufzeit für den UV-Betrieb ist sinnvoll?
Filterhersteller empfehlen für Privatbäder einen Betrieb von 4 - 6 Stunden täglich. In Frankreich gilt die Formel: 50% des Inhaltes als Betriebszeit. Beispiel: 30 m³-Becken = 15 h von 24 h. Liegt der 50%-Wert des Beckeninhalts über 24 h (ab 48 m³-Becken), dann gilt voller Betrieb, also 24 h!! Eine sehr vernünftige Empfehlung, weil der Filter das Herzstück der Wasseraufbereitung ist u. dadurch Chemie eingespart werden kann.
Ich habe bereits ein UV-Gerät. Kann ich dieses erweitern auf die Produktion von Ozon?
Eine ausreichende oxidative Wirkung in Ergänzung zum UV wird mit dem PoolOzonGenerator erzielt. Um jedoch eine Sicherheit und Algenbekämpfung im Becken zu erreichen, wäre die Kombination mit dem Ionizer sinnvoller. Siehe Ionisierung.
Beseitigt UV auch Algen?
UV im Kreislauf installiert, hat keine Auswirkung auf Inhaltsstoffe im Becken, die nicht zur UV-Anlage transportiert werden. Dies betrifft trotz werbeträchtiger Aussagen vor allem Algen, die sich bekannter Weise bevorzugt im Becken an Boden und Wänden festsetzen.

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Verändert der Ionizer den pH-Wert?
Da die Ionen pH-neutral sind, wird dadurch der pH-Wert nicht beeinflusst.
Gibt es in Deutschland Referenzen?
Bisher erfolgt der Einsatz ausschließlich in Privatpools, weil im öffentlichen Bereich ein Oxidationsmittel wie Chlor zwingend vorgeschrieben ist, obwohl es auch ohne ginge, wie Objekte im Ausland seit Jahrzehnten eindrücklich belegen. Nachhaltige Wirksamkeit zur Keim- und Algenfreiheit überwiegt beim Einsatz zur Wasseraufbereitung ohne Chemie in Springbrunnen, Teichen, Tierpark u. Marinecenter, Kühltürme, Autowaschanlagen, Gebäudetechnik, Fluglinien, Passagierschiffen und zur Containerreinigung.
Entspricht das Verfahren gesetzlichen Vorschriften?
Ionisiertes Wasser entspricht den Trinkwasserrichtlinien der Europäischen Gemeinschaft und passt deshalb hervorragend in den Trend zur ökologischen Wasseraufbereitung.
Wie wird die Ionisation im Wasser kontrolliert?
Die Anzahl der Ionen im Wasser wird durch einen einfachen Kupferionen-Test festgestellt. Die Elektroden sind so konzipiert, dass auch die Anzahl der Silber-Ionen im Wasser korrekt ist, wenn die Anzahl der Kupfer-Ionen stimmt.
Ist es schwierig, die Elektroden zu wechseln?
Elektrodenkabel abstecken, Schraubkappe mit Elektrode öffnen und herausnehmen, neue einstecken, fertig.
Wie lange halten die Elektroden?
Generell zwischen einem und fünf Jahren, je nach Badesaison und Beckengröße. Bei einem Freibad mit 4 Monaten Saison kann für ein 40-m³-Becken eine Lebensdauer von 3 Jahren im Schnitt angesetzt werden.
Wie hoch ist der Stromverbrauch?
Bei einem täglichen Betrieb von 8 Stunden für ein 70-m³-Becken liegt der Stromverbrauch bei nur 7 bis 8 € pro Jahr.
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